Europäisches Blasmusikfestival 2026 bringt 13 Orchester auf zwei Bühnen zusammen – mit neuem Sonntag und offener Bühne für Musiker

Musizieren verbindet – beim Europäischen Blasmusikfestival in Aue-Bad Schlema bleibt es nicht bei diesem Satz. Wenn 13 Orchester aus acht Nationen im großen Festzelt aufspielen, trifft ein ganzes Blasmusikwochenende auf ein neu gedachtes Gemeinschaftskonzert am Sonntag, bei dem Musiker aus der Region und darüber hinaus selbst Teil des Festivals werden können.

Festivalwochenende im Erzgebirge

Aue-Bad Schlema hat sich auf der kulturellen Landkarte als spätsommerliches Highlight für Freunde der Blasmusik etabliert. Am dritten Septemberwochenende vom 18. bis zum 20. September 2026 strömen im Kurort wieder Blasmusikfreunde aus vielen Ländern zusammen.

Tausende musikbegeisterte Besucher kommen jährlich zum Europäischen Blasmusikfestival, um grenzenlose Musik im Erzgebirge zu feiern. Im beheizten Festzelt mit 3200 Sitzplätzen sorgen zwei Bühnen für ein Nonstop-Programm mit Blasmusik – von der Eröffnung bis zum letzten Konzert.

Sonntag wird zur Mitmachbühne

2026 setzt das Festival einen frischen Akzent: Der dritte Konzerttag wird neu gedacht. „Denn wir wagen etwas, auf das wir uns sehr freuen“, sagt Mario Unger-Reißmann, Sprecher des gastgebenden Bergmannsblasorchesters Aue-Bad Schlema.

Kernstück des neuen Programms ist ein Gemeinschaftskonzert am Sonntagnachmittag, dass etwa eine Stunde dauern soll. „Wir laden jedermann auf die Bühne ein, der gern mit uns und unseren Gästen spielen möchte“, beschreibt Unger-Reißmann die Idee. Jeder, der selbst gern musiziert, kann Teil dieses Auftritts und damit des Festivals werden.

Die Titelliste für dieses Gemeinschaftskonzert wird auf der Internetseite des Bergmannsblasorchesters veröffentlicht. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Mit einem Platzkonzert aller Orchester wird das Festival in Bad Schlema traditionell eröffnet – nun bekommt auch das Ende mit dem neuen Gemeinschaftskonzert einen eigenen, gemeinsamen Höhepunkt.

Wer sein Instrument mitbringt und mitspielt, zahlt nur zehn Euro Eintritt, der reguläre Eintritt beträgt 22 Euro. „Ein weiterer Anreiz“, findet Unger-Reißmann. Besonders hofft er auf Interesse aus den vielen kirchlichen Posaunenchören der Region: „Dort schlummert viel Potenzial.“

Allen ist bewusst, dass sich das neue Format entwickeln muss. „Das wird kein Sprint, sondern ein Marathon. Aber wir hoffen, dass es sich nach und nach etabliert.“ Ziel ist es, die Blasmusik mehr zu leben und die Gemeinschaft zu beleben.

Orchester 2026 – Klang aus acht Nationen

Zum 33. Europäischen Blasmusikfestival in Aue-Bad Schlema kommen 13 Orchester aus acht Nationen. Sie bringen ihre Blasmusiktraditionen, Klangfarben und Geschichten mit ins Erzgebirge.

Diese Orchester sind 2026 dabei:

  • Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema (Deutschland)
  • Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Carlsfeld (Deutschland)
  • Musikverein Stadtkapelle Herrenberg (Deutschland)
  • Musikverein Lichtenstein/Sachsen (Deutschland)
  • Jugendblasorchester Grimma (Deutschland)
  • The Jazztronauts (Deutschland)
  • Bürgermeister Musikkapelle – Die Markbrothers (Österreich)
  • Harmonie Volketswil (Schweiz)
  • Orchestr VŠB-Technické univerzity Ostrava (Tschechien)
  • Acceler8 Band (Vereinigtes Königreich)
  • Blaaskapel Freunde Echo (Niederlande)
  • Pihalni orkester Krško (Slowenien)
  • Koninklijke Fanfare „Vermaak na Arbeid“ Rijkevorsel (Belgien)

Damit spannt das Line-up einen weiten Bogen: vom Erzgebirge über Sachsen und Baden-Württemberg bis nach Österreich und in die Schweiz, von der britischen Brass-Szene über die Niederlande und Belgien bis hin zu Klangkörpern aus Slowenien und Tschechien.

Gemeinschaft, die nachklingt

Organisiert und veranstaltet wird das Europäische Blasmusikfestival vom Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema e.V., das die Bergbautradition der UNESCO-Welterberegion Erzgebirge musikalisch bewahrt.

Mit dem neuen Gemeinschaftskonzert am Sonntag rückt das Festival die Idee „Musizieren verbindet“ noch stärker in den Vordergrund. Wenn Orchester aus acht Nationen gemeinsam mit Musikern aus der Region auf der Bühne stehen, entsteht ein Klangraum, in dem Grenzen keine Rolle mehr spielen – nur noch die gemeinsame Freude an der Blasmusik.

So wird Aue-Bad Schlema zum Treffpunkt für Bläser, Fans und Neugierige, die ein Wochenende lang Nonstop-Blasmusik erleben wollen und am Ende die Möglichkeit haben, selbst in dieses Festivalgefühl einzutauchen.