Landesgartenschau & 60 Jahre Bergmannsblasorchester

Wenn ein Kurort aufblüht und Musik gemeinsame Geschichte schreibt

2027 ist ein besonderes Jahr für Aue-Bad Schlema. Die Stadt zeigt sich von ihrer blühenden Seite: Die Landesgartenschau bringt Farbe, Leben und neue Begegnungen in die Region. Gleichzeitig feiert das Bergmannsblasorchester Aue-Bad Schlema sein 60-jähriges Bestehen. Zwei Ereignisse, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch eine gemeinsame Geschichte erzählen.

Was beide miteinander verbindet, reicht weit zurück: die Geschichte der Wismut. Dort, wo heute neue Grünanlagen entstehen und Menschen Erholung und Begegnung finden, prägte einst der Uranbergbau das Leben der Region. Und mitten in dieser Zeit entstand 1967 das „Vereinigte Blasorchester Wismut Aue“ – die Wurzeln des heutigen Bergmannsblasorchesters.

Das ehemalige Wismutorchester war nicht nur musikalischer Begleiter des Wismutstandortes, sondern wurde selbst Teil seiner Geschichte. Nach dem Ende der Wismut-Zeit entwickelte es sich zu einem eigenständigen Verein und blieb seiner bergmännischen Tradition eng verbunden. Aus dieser Geschichte entstand schließlich auch das Europäische Blasmusikfestival: 1992 veranstaltete das Orchester das erste „Fest der Blasmusik“. Was damals klein begann, ist heute ein internationales Festival, das Musikerinnen und Musiker aus aller Welt zum Europäischen Blasmusikfestival nach Aue-Bad Schlema bringt.

Die Landesgartenschau setzt nun einen neuen Akzent in einer Stadt, die sich immer wieder gewandelt hat. Aus einem ehemaligen Bergbaustandort wird ein Ort für Erholung, Begegnung und Kultur. Das Bergmannsblasorchester steht dabei sinnbildlich für diese Entwicklung: Es bewahrt die Erinnerung an die Vergangenheit und gestaltet zugleich mit seiner Musik die Gegenwart und Zukunft der Stadt.

60 Jahre Bergmannsblasorchester, Landesgartenschau und das Europäische Blasmusikfestival – drei Geschichten, die untrennbar mit Aue-Bad Schlema verbunden sind.